Erdarbeiten & Bodenmaterial
Normenassistent für Bauleiter | VOB/C · DIN 18300 · BBodSchG
Riedel Bau

Erdarbeiten & Bodenmaterial

Normenassistent für die Bauleitung – Homogenbereiche, Bodenverwertung, Bodenschutzrecht und StLB-Ausschreibungstexte auf einen Blick.

⚡ Aktuelles & wichtige Hinweise
ErsatzbaustoffV seit 01.08.2023 in Kraft – Die Ersatzbaustoffverordnung ersetzt die bisherigen Länderregelungen für den Einbau von Bodenmaterial. BBodSchG wurde entsprechend angepasst.
DIN 18300:2019-09 ist die aktuelle Fassung. Bodenklassen wurden durch Homogenbereiche ersetzt (gültig seit VOB/C 2015).
Bedenkenanzeige-Pflicht: Weicht der tatsächliche Boden von der Baubeschreibung ab (z. B. unbekannte Kontamination, andere Lagerungsdichte), ist nach § 4 Abs. 3 VOB/B sofort schriftlich Bedenken anzumelden.
📐 Normenhierarchie Erdarbeiten
Norm
Gegenstand
Typ
DIN 18300:2019
ATV Erdarbeiten – Lösen, Laden, Fördern, Einbauen, Verdichten von Boden, Fels und sonstigen Stoffen (VOB/C)
VOB/C
DIN 18196
Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke
Geo
DIN 4020
Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke – Geotechnischer Bericht (Grundlage Homogenbereiche)
Geo
DIN EN 1997-1/2
Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik
Geo
BBodSchG
Bundes-Bodenschutzgesetz – Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen, Altlasten (1999, zul. 2021)
Gesetz
BBodSchV
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung – §§ 6–8 Auf-/Einbringen von Bodenmaterial
VO
ErsatzbaustoffV
Ersatzbaustoffverordnung (seit 01.08.2023) – Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen inkl. Bodenmaterial
Umwelt
KrWG
Kreislaufwirtschaftsgesetz – Abfallrecht, Verwertungspflicht für Bodenaushub
Gesetz
DIN 18915
Vegetationstechnik – Bodenarbeiten (Oberboden/Mutterboden)
VOB/C
DIN 18916
Vegetationstechnik – Pflanzen und Pflanzarbeiten
VOB/C
DIN 18920
Vegetationstechnik – Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen
VOB/C
DIN 19731
Bodenbeschaffenheit – Verwertung von Bodenmaterial
Umwelt
LAGA M 20
Anforderungen an die Verwertung von mineralischen Abfällen (Boden/Bauschutt) – Technische Regeln
Umwelt

Normen & Gesetze

Vollständige Referenz aller relevanten Regelwerke für Erdarbeiten und Bodenmaterialbehandlung.

🏗 VOB/C – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen
DIN 18300:2019-09
Erdarbeiten – Kernwerk für Aushub, Transport, Einbau und Verdichtung. Gilt für Homogenbereiche (Ablösung der Bodenklassen seit 2015). Abschnitt 0: Hinweise des AG; Abschnitt 2: Stoffe; Abschnitt 3: Ausführung; Abschnitt 4: Nebenleistungen/Besondere Leistungen; Abschnitt 5: Abrechnung.
VOB/C
DIN 18301
Bohrarbeiten – ergänzend für Baugrunderkundung und Gründungsbohrungen
VOB/C
DIN 18303
Verbauarbeiten – Baugrubenverbau, Spundwand, Pfahlwand
VOB/C
DIN 18304
Rammarbeiten
VOB/C
DIN 18305
Wasserhaltungsarbeiten
VOB/C
DIN 18915
Bodenarbeiten (Vegetationstechnik / Mutterboden)
VOB/C
🔬 Geotechnik & Klassifikation
DIN 18196:2011
Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke – Gruppenbezeichnungen (GW, GI, GE, SW, SI, SE, GU, GT, SU, ST, UL, UM, UA, TL, TM, TA, OU, OH, OK, F, V)
Geo
DIN 4020:2010
Geotechnische Untersuchungen – Grundlage für Geotechnische Kategorien GK 1–3 und Homogenbereiche
Geo
DIN 18121
Wassergehalt – Bestimmung durch Ofentrocknung
Geo
DIN 18122
Zustandsgrenzen (Atterberg-Grenzen) – Flüssigkeits- und Ausrollgrenze (wL, wP → IP)
Geo
DIN 18125
Bestimmung der Dichte des Bodens – Proctor-Versuch
Geo
DIN 18127
Proctor-Versuch (optimaler Wassergehalt, Proctordichte)
Geo
DIN 18134
Druckversuch – CBR-Wert (California Bearing Ratio)
Geo
DIN EN ISO 14688
Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden (europäische Grundlage)
Geo
DIN EN ISO 14689
Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Fels
Geo
EN 1997-1 / EC 7
Eurocode 7 – Geotechnische Bemessung, Grundlage Geotechnischer Bericht
Geo
⚖️ Umweltrecht & Bodenschutz
BBodSchG 1998/2021
Bundes-Bodenschutzgesetz – Vorsorge, Sanierung, Haftung, Altlasten. Zentral: §§ 1, 2, 4, 7, 8, 12
Gesetz
BBodSchV 1999
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung – §§ 6–8 Auf-/Einbringen, Anhang 2 Prüf-/Maßnahmenwerte
VO
ErsatzbaustoffV 2021
Ersatzbaustoffverordnung (in Kraft ab 01.08.2023) – Einbauklassen RC-1 bis RC-3, BM-0 bis BM-F3 für Bodenmaterial
Umwelt
KrWG 2012
Kreislaufwirtschaftsgesetz – Bodenaushub als Abfall (§ 3 Abs. 1), Verwertungspflicht vor Beseitigung
Gesetz
LAGA M 20
Ländergemeinsame Anforderungen für Mineralabfälle – Z 0 bis Z 2 Zuordnungswerte (Boden, Bauschutt, Schlacke)
Umwelt
DIN 19731:2017
Bodenbeschaffenheit – Verwertung von Bodenmaterial: Anforderungen an Untersuchung und Beurteilung
Umwelt
DEPV / DepV
Deponieverordnung – Annahmekriterien für Bodenmaterial auf Deponien DK 0–III
Umwelt

Homogenbereiche

Seit DIN 18300:2016-09 ersetzen projektspezifische Homogenbereiche die alten Bodenklassen 1–7. Ein Homogenbereich ist ein begrenzter Bereich mit vergleichbaren Boden-/Felseigenschaften für die betreffenden Arbeiten.

📌 Grundprinzip & Geotechnische Kategorien
Die Einteilung in Homogenbereiche basiert auf dem Geotechnischen Bericht (DIN 4020) und der Einordnung der Baumaßnahme in Geotechnische Kategorien (GK) nach DIN EN 1997-1.
GK 1 – Kleiner Erdbau
Einfache Baumaßnahmen, geringe Risiken. Erfahrungswerte ausreichend, keine komplexe Baugrunduntersuchung erforderlich. Vereinfachte Beschreibung der Homogenbereiche möglich.
Beispiele: LeitungsgrabenKleinbauwerk
GK 2 – Normaler Erdbau
Übliche Baumaßnahmen ohne besondere Risiken. Vollständige Beschreibung der Kennwerte und Bandbreiten je Homogenbereich. Regelfall im Hochbau-Rohbau.
Beispiele: BaugrubePfahlgründungDammbau
GK 3 – Komplexer Erdbau
Ungewöhnliche Baumaßnahmen oder erhebliche Risiken. Vollständige geotechnische Untersuchung, alle Kennwerte mit Messmethoden angeben.
Beispiele: FelsaushubTalsperrenbauAltlastenstandort
Kennzeichnung der Homogenbereiche
Keine normierte Bezeichnung. Üblich: Gewerk + laufende Nummer, z. B. EA 1 (Erdarbeiten, Bereich 1), BA 1 (Bohrarbeiten). Für jedes Gewerk separate Nummerierung möglich.
EA = ErdarbeitenBA = BohrarbeitenVA = Verbauarbeiten
🪨 Lockergesteine – wichtige Kennwerte

Für GK 2/3 sind bis zu 19 Eigenschaften und Bandbreiten anzugeben:

EigenschaftParameter / EinheitPrüfverfahren
Bodengruppenach DIN 18196 (GW, GU, TL, etc.)DIN 18196
Ortsveränderlichkeitfließend / weich / steif / halbfest / festDIN EN ISO 14688
Wassergehaltw [%]DIN 18121
PlastizitätsindexIP [%] (aus wL − wP)DIN 18122
KornverteilungSiebkurve, d₁₀ – d₆₀DIN 18123
LagerungsdichteD [–] (locker / mitteldicht / dicht)DIN 18126
Proctordichte / opt. WassergehaltρPr [g/cm³], wPr [%]DIN 18127
Scherfestigkeitc' [kN/m²], φ' [°]DIN 18137
Durchlässigkeitkf [m/s]DIN 18130
Organischer AnteilGlühverlust [%]DIN 18128
Steine / BlöckeAnteil [%], Größe [mm]Feldschätzung / Siebung
Umweltrelevante InhaltsstoffePAK, KW, Schwermetalle etc.BB-Analyse / LAGA
⛰ Festgesteine (Fels) – wichtige Kennwerte
EigenschaftParameterPrüfverfahren
Gesteinsart / Benennungnach DIN EN ISO 14689Ansprache vor Ort
Einaxiale Druckfestigkeitqu [MPa]DIN EN ISO 17892
Trennflächenabstand[mm]DIN EN ISO 14689
TrennflächenorientierungStreichen, Fallen [°]Kluftkarte
VerwitterungsgradW1–W5 nach DIN EN ISO 14689Feldansprache
Raumgewichtρ [g/cm³]DIN EN ISO 17892
Quarzgehalt[%] (Abrasivität)Mineralanalyse

Bodenkennwerte & Klassifikation

Überblick der DIN 18196 Bodengruppen und typische Eigenschaften für die Praxis.

🔵 Grobkörnige Böden (Kiese & Sande)
GruppeBezeichnungEigenschaftenEinbaueignung
GWKies, weitgestuftd₁₀ > 0,063 mm, Cu > 6, gut gestuft✅ Sehr gut
GIKies, intermittierend gestuftFehlkorn im Bereich 0,063–2 mm✅ Gut
GEKies, enggestuftCu < 3, homogene Körnung⚠️ Bedingt
SWSand, weitgestuftd₁₀ > 0,063 mm, Cu > 6✅ Sehr gut
SESand, enggestuftGleichkörniger Sand (z. B. Dünensand)⚠️ Bedingt
SISand, intermittierendFehlkorn mittlere Fraktion⚠️ Bedingt
🟡 Gemischtkörnige Böden
GruppeBezeichnungEigenschaftenEinbaueignung
GU / GU*Kies mit Schluff (nicht / schwach plastisch)Feinanteile 5–15 %, schluffig✅ Gut / ⚠️ Bedingt
GT / GT*Kies mit TonFeinanteile > 5 %, tonig-plastisch⚠️ Bedingt
SU / SU*Sand mit SchluffSchluffanteil 5–15 %, kapillar⚠️ Bedingt
ST / ST*Sand mit TonTonanteil bindet Körner⚠️ Bedingt
🔴 Feinkörnige Böden (Schluffe & Tone)
GruppeBezeichnungIPEinbaueignung
ULSchluff, leicht plastischIP < 10 %❌ Schlecht (frostsensibel)
UMSchluff, mittlere PlastizitätIP 10–30 %❌ Schlecht
UASchluff, ausgeprägt plastischIP > 30 %❌ Sehr schlecht
TLTon, leicht plastischIP < 10 %⚠️ Eingeschränkt
TMTon, mittlere PlastizitätIP 10–30 %❌ Schlecht
TATon, ausgeprägt plastischIP > 30 %❌ Sehr schlecht
🟤 Organische Böden & Sonderböden
GruppeBezeichnungEinbaueignung
OUOberboden / Mutterboden (humos)❌ Nicht als Tragschicht
OHHumoser Ton oder Schluff❌ Nicht geeignet
OKKompostierter Boden❌ Nur Rekultivierung
FBoden mit organischen Beimengungen (Fasertorf)❌ Nicht geeignet
VAuffüllung, Deponiegut⚠️ Nur nach Prüfung

Lösen, Fördern, Einbauen & Verdichten

Ausführungsanforderungen nach DIN 18300 Abschnitt 3 und relevante Vorgaben für den Wiedereinbau von Bodenmaterial.

⚙️ Ausführungsgrundsätze DIN 18300 §3
📋
Begehung vor Arbeitsbeginn (3.2.1)
Gemeinsame Begehung AG + AN. Zustand der Oberflächen, Nachbarbebauung und vorhandene Leitungen dokumentieren. Abweichungen der Bodenverhältnisse von den Unterlagen sofort als Bedenken melden (§ 4 Abs. 3 VOB/B).
🌿
Oberboden (Mutterboden) sichern
Oberboden ist vor Beginn der Erdarbeiten gesondert abzutragen und fachgerecht zwischenzulagern (DIN 18915). Lagerungshöhe max. 2,0 m, keine Verdichtung, kein Befahren. Nicht mit Unterboden vermischen.
⛏
Lösen und Laden
Gerätewahl liegt beim AN (Unternehmerrisiko). Maßgeblich sind die im Homogenbereich angegebenen Kennwerte. Bei unerwarteten Abweichungen → Bedenken anmelden, ggf. Nachtrag.
🚛
Fördern / Transport
Förderwege und Transportmittel Sache des AN. Bodenmaterial getrennt nach Qualitäten lagern (belastet / unbelastet). Abdeckpflicht bei Regen für feinkörnige Böden.
🏗
Einbauen in Lagen
Einbau in horizontalen Lagen. Lagendicke abhängig von Bodenmaterial und Verdichtungsgerät (typisch 20–50 cm locker). Einbau darf nicht bei Frost erfolgen (wenn nicht vereinbart). Stark schwellende oder setzungsempfindliche Böden nur mit gesonderter Vereinbarung.
✅
Verdichten & Nachweis
Verdichtungsnachweis durch Plattendruckversuch (DIN 18134, Ev2 / Ev1-Verhältnis ≤ 2,2) oder Proctor (≥ 95 % DPr). Protokolle für jede Lage. Feld-Versuche nach DIN 18125 oder DIN 18134.
📏 Mindest-Ev2-Werte (orientierend)
AnwendungsbereichEv2 [MN/m²]Ev2/Ev1
Planum unter Straßenoberbau≥ 45≤ 2,2
Frostschutzschicht≥ 120≤ 2,2
Schottertragschicht≥ 150≤ 2,2
Leitungszone (unter Rohr)≥ 15–20–
Hinterfüllung Bauwerk≥ 45 (je nach Planung)≤ 2,2
Verbindliche Werte immer aus den Leistungsbeschreibungen / Bauvertrag entnehmen. Obige Werte sind Richtwerte nach ZTV E-StB und ZTVE.
⚠️ Besondere Leistungen (DIN 18300 Abschn. 4)
Folgende Leistungen sind nicht in der Grundleistung enthalten und müssen separat ausgeschrieben werden:
  • Sicherung von Böden gegen Austrocknung oder Durchnässung
  • Behandlung, Verbesserung oder Aufbereitung von Boden zum Wiedereinbau (z. B. Kalkstabilisierung)
  • Bodenverbesserung mit Bindemitteln
  • Beseitigung von Hindernissen (Findlinge, Leitungen, Pfähle)
  • Wasserhaltung (→ DIN 18305)
  • Untersuchung und Klassifizierung von Bodenmaterial auf Schadstoffe
  • Aushub und Entsorgung belasteten Materials über ErsatzbaustoffV / DepV hinaus
  • Verdichtungsnachweise (Plattendruckversuch, Proctor)
  • Rückbau temporärer Verkehrs- und Lagerflächen

Verwertung & Entsorgung von Bodenmaterial

Rechtliche Anforderungen und praktische Entscheidungshilfe für die Verwertung von Aushubmaterial nach ErsatzbaustoffV, BBodSchV und KrWG.

🗺 Entscheidungsbaum Bodenmaterial
🔍
Schritt 1: Herkunft und Vornutzung prüfen
Ist das Grundstück altlastverdächtig? Wurde es gewerblich, industriell oder militärisch genutzt? → Wenn ja: Orientierungsuntersuchung nach BBodSchV erforderlich, bevor Boden bewegt wird.
🧪
Schritt 2: Analytik – Einbauklasse bestimmen
Schadstoffuntersuchung nach ErsatzbaustoffV (ab 01.08.2023) oder LAGA M 20. Einbauklasse BM-0 bis BM-F3 bestimmen (BM = Bodenmaterial).
♻️
Schritt 3: Verwertungsweg festlegen
BM-0: Uneingeschränkter Einbau in alle Bereiche. BM-F1/F2: Einbau technisch gebunden (versiegelter Bereich). BM-F3/belastet: Nur Deponie DK 0–II oder Sonderbehandlung.
📄
Schritt 4: Dokumentation & Begleitschein
Materialdeklaration nach ErsatzbaustoffV. Lieferschein / Entsorgungsnachweis je nach Einstufung. Behördenanzeige bei > 500 m³ Einbau oder Einbau in Wasserschutzgebieten.
📋 Einbauklassen Bodenmaterial – ErsatzbaustoffV (seit 01.08.2023) Anlage 1 Tab. 3

Gilt für Bodenmaterial mit ≤ 10 Vol.-% mineralischer Fremdbestandteile (BM) bzw. ≤ 50 Vol.-% (BM-F). Klassifizierung anhand Feststoff- und Eluatwerte nach Anlage 1 Tabelle 3 ErsatzbaustoffV.

KlasseFremdanteilBeschreibungEinbaumöglichkeit / Einbauweise
BM-0≤ 10 Vol.-%Naturbelassenes oder gering belastetes Bodenmaterial – Feststoff- und Eluatwerte ≤ Vorsorgewert BBodSchV Anh. 2. Keine Schadstoffauffälligkeiten.✅ Uneingeschränkter offener und technischer Einbau, alle WSZ, kein GW-Abstand erforderlich (§ 19 Abs. 2 ErsatzbaustoffV)
BM-0*≤ 10 Vol.-%Wie BM-0, aber mit Eluatwerten für Verfüllungen nach § 8 Abs. 3 Nr. 1 BBodSchV (z. B. Baugruben, Leitungsgräben außerhalb WSZ)✅ Offener Einbau + Verfüllung; kein Einbau in WSZ II
BM-F0*≤ 50 Vol.-%Gering belastet mit mineral. Fremdbestandteilen; Feststoffwerte BM-F0* eingehalten. Naturbedingt oder siedlungsbedingt erhöhte Gehalte möglich.✅ Offener Einbau außerhalb WSZ; eingeschränkt in WSZ III
BM-F1≤ 50 Vol.-%Mäßig belastet. Feststoffwerte BM-F1 eingehalten, Eluatwerte BM-F1. Einbau nur technisch gebunden.⚠️ Technischer Einbau mit definierten Deckschichten; GW-Abstand mind. 1 m + 0,5 m Sicherheit; nicht in WSZ I+II
BM-F2≤ 50 Vol.-%Erhöht belastet. Feststoffwerte BM-F2. Nur in vollständig versiegelten Bereichen verwertbar.⚠️ Technischer Einbau unter Versiegelung (z. B. unter Asphalt/Beton); nicht in WSZ I–III; GW-Abstand mind. 1 m
BM-F3≤ 50 Vol.-%Stark belastet. Feststoffwerte BM-F3 noch eingehalten (unter Maßnahmenwert BBodSchV). Letzte verwertbare Klasse.❌ Einbau nur in dichten technischen Bauwerken (z. B. unter Betonbauwerk); sonst Deponie DK I; nicht in WSZ I–III
> BM-F3–Maßnahmenwert nach BBodSchV überschritten → Altlast / gefährlicher Abfall. Keine Verwertung nach ErsatzbaustoffV möglich.❌ Deponie DK II / DK III oder thermische/chemische Behandlung; Entsorgungsnachweis NachweisVO
Mutterboden fällt nicht unter die ErsatzbaustoffV (§ 1 Abs. 2 ErsatzbaustoffV). Für Mutterboden gelten weiterhin KrWG und BBodSchG direkt.
Dokumentation: Ab 200 t abgegebener Menge (BM-0, BM-0*, BM-F0*) ist ein Lieferschein nach § 25 ErsatzbaustoffV erforderlich. Unterlagen 5 Jahre aufzubewahren (§ 15 ErsatzbaustoffV).
Ländervollzug beachten: Die ErsatzbaustoffV gilt bundesweit, Länder können im Einzelfall strengere Anforderungen anordnen. In Bayern gilt ergänzend das LfU-Merkblatt zur ErsatzbaustoffV.
🗄 LAGA M 20 – Alte Z-Klassen (Technische Regeln Boden, TR Boden 1997/2003)
Status: Die Z-Klassen der LAGA M 20 wurden bundesweit durch die ErsatzbaustoffV (ab 01.08.2023) abgelöst. In einigen Bundesländern (u. a. Bayern, Stand LAGA M 20 von 1997) waren sie bis dahin verbindlicher Vollzugsstandard und können in laufenden Projekten / Altverträgen noch auftauchen. Kenntnisse der Z-Klassen sind für die Praxis weiterhin erforderlich.

Die LAGA M 20 TR Boden unterschied für Bodenmaterial (Feststoff + Eluat) folgende Zuordnungsklassen:

LAGA-KlasseBeschreibungEinbaumöglichkeit (alt)→ ErsatzbaustoffV (neu)
Z 0Uneingeschränkt verwertbares Material – alle Zuordnungswerte Z 0 im Feststoff und Eluat eingehalten. Entspricht weitgehend natürlichem, unbelastetem Boden.✅ Uneingeschränkter Einbau überall (auch WSG)≈ BM-0
Z 0*Z 0-Feststoffwerte eingehalten, aber Eluatwerte Z 0* (für Verfüllungen außerhalb wasserw. Schutzgebiete). Bodenartspezifische Unterscheidung Sand / Lehm-Schluff.✅ Einbau + Verfüllung außerhalb WSG≈ BM-0*
Z 1.1Eingeschränkt verwertbar – Z 1.1-Feststoffwerte eingehalten. Offener Einbau nur in wenig empfindlichen Bereichen (Straßenbau, Industrie-/Gewerbeflächen, Rekultivierung Bergbau).⚠️ Offener Einbau in unempfindlichen Gebieten≈ BM-F0* / BM-F1
Z 1.2Eingeschränkt verwertbar – Z 1.2-Feststoffwerte eingehalten. Eluatwerte Z 1.2. Technischer Einbau mit Deckschicht oder in technischen Bauwerken.⚠️ Technischer Einbau mit Deckschicht; kein WSG≈ BM-F1 / BM-F2
Z 2Eingeschränkt verwertbar mit definierten technischen Sicherungsmaßnahmen. Feststoff- und Eluatwerte Z 2. Nur gebundener Einbau unter vollständiger Versiegelung.⚠️ Technischer Einbau nur unter Versiegelung (Asphalt/Beton); kein WSG; GW-Abstand nötig≈ BM-F2 / BM-F3
> Z 2Zuordnungswerte Z 2 überschritten – keine Verwertung in technischen Bauwerken. Beseitigung auf zugelassener Deponie (DK I–III) erforderlich.❌ Deponie DK I / II / III≈ > BM-F3
🔢 Orientierungswerte LAGA M 20 TR Boden (Feststoff, mg/kg TS) – Auszug

Gem. Tab. II.1.2-2 LAGA M 20 (Stand 06.11.2003). Werte dienen der Orientierung; verbindlich sind die aktuellen Materialwerte der ErsatzbaustoffV Anlage 1 Tab. 3.

ParameterZ 0Z 0*Z 1.1Z 1.2Z 2
Arsen (As)10203050150
Blei (Pb)401002003001.000
Cadmium (Cd)0,612520
Chrom ges. (Cr)3060100200600
Kupfer (Cu)2040100200600
Nickel (Ni)1550100200600
Quecksilber (Hg)0,10,31310
Zink (Zn)601503005001.500
PAK (EPA 16)131040200
MKW (C10–C40)1003005001.0005.000
PCB (6 Kongenere)0,020,050,10,51
Alle Werte in mg/kg TS (Feststoff). Zusätzlich gelten Eluatwerte (Tabelle II.1.2-3 LAGA M 20). Bodenartspezifische Werte für Sand / Lehm-Schluff / Ton beachten. Werte sind Orientierungswerte – im Vollzug ab 01.08.2023 durch ErsatzbaustoffV Anlage 1 Tab. 3 ersetzt.
🔄 Gegenüberstellung LAGA M 20 (alt) ↔ ErsatzbaustoffV (neu)

Überleitung der Z-Werte in BM-Klassen gem. Übergangsregelung und LfU-Hinweisen. Jeder Einzelfall ist separat zu beurteilen – eine 1:1-Überführung ist nicht immer möglich.

LAGA Z-Klasse (alt)ErsatzbaustoffV (neu)FremdbestandteileBemerkung
Z 0BM-0≤ 10 Vol.-%Direkte Entsprechung; BM-0 etwas strenger bei Eluatwerten
Z 0*BM-0*≤ 10 Vol.-%Gilt für Verfüllungen (Baugruben, Gräben)
Z 0 mit >10 Vol.-% FremdanteilBM-F0*10–50 Vol.-%Neu in ErsatzbaustoffV; kein direktes LAGA-Pendant
Z 1.1BM-F0* / BM-F1≤ 50 Vol.-%Annähernde Entsprechung; Einzelfallprüfung nötig
Z 1.2BM-F1 / BM-F2≤ 50 Vol.-%Je nach Schadstoffprofil BM-F1 oder BM-F2
Z 2BM-F2 / BM-F3≤ 50 Vol.-%Oberer Bereich Z 2 entspricht eher BM-F3
> Z 2> BM-F3 → Deponie–Keine Verwertung möglich; Entsorgungsnachweis
Wichtig für laufende Projekte: Analysen, die vor dem 01.08.2023 nach LAGA M 20 erstellt wurden, müssen für neue Einbauvorhaben nach ErsatzbaustoffV neu bewertet werden. Eine automatische Übernahme der Z-Klasse als BM-Klasse ist nicht zulässig.
⚖️ Abgrenzung Abfall – Nichtabfall
Bodenmaterial ist nach § 3 Abs. 1 KrWG grundsätzlich Abfall, wenn der Besitzer es entsorgen will oder muss. Es kann von der Abfalleigenschaft befreit werden, wenn:
  • Der Boden auf derselben Fläche wiederverwertet wird (§ 2 Abs. 2 KrWG i. V. m. BBodSchG)
  • Ein ordnungsgemäßer Sanierungsplan gem. BBodSchG besteht
  • Die Anforderungen der ErsatzbaustoffV erfüllt sind (Ende der Abfalleigenschaft bei Einbau)
Unerlaubtes Einbringen von belastetem Bodenmaterial in den Boden oder Gewässer ist eine Ordnungswidrigkeit nach KrWG und BBodSchG (Bußgeld bis 100.000 €).

BBodSchG – Bodenschutzgesetz

Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG, 1999, zuletzt geändert 2021) – Relevante Paragraphen für die Baustelle.

📜 Wesentliche Paragrafen für die Bauleitung
§ 1 BBodSchG
Zweck des Gesetzes
Nachhaltige Sicherung und Wiederherstellung der Bodenfunktionen. Abwehr schädlicher Bodenveränderungen, Sanierung von Altlasten und Vorsorge gegen nachteilige Einwirkungen.
§ 2 BBodSchG
Begriffsbestimmungen
  • Boden = obere Schicht der Erdkruste als Träger von natürlichen und Nutzungsfunktionen
  • Schädliche Bodenveränderung = Beeinträchtigung der Bodenfunktionen mit Gefahrenpotential für Mensch oder Allgemeinheit
  • Altlast = Altablagerungen oder Altstandorte mit schädlichen Bodenveränderungen
  • Sanierung = Dekontaminationsmaßnahmen, Sicherungsmaßnahmen, Beschränkungsmaßnahmen
§ 4 BBodSchG
Pflichten zur Gefahrenabwehr
Abs. 1: Jeder, der auf einem Grundstück Tätigkeiten ausführt, die zu Veränderungen der Bodenbeschaffenheit führen können, muss Vorsorge treffen.

Abs. 3: Verursacher einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast sowie Grundstückseigentümer sind zur Sanierung verpflichtet.

Für Bauleiter besonders relevant: Als ausführendes Unternehmen können Sie als Handlungsstörer in die Sanierungspflicht genommen werden, wenn durch die Baumaßnahme eine Kontamination verursacht oder verschleppt wird.
Sanierungspflicht trifft den Verursacher unbegrenzt – auch nachträglich! Sofort bei Verdacht Bauarbeiten stoppen, Behörde informieren.
§ 7 BBodSchG
Vorsorgepflicht
Grundstückseigentümer und Inhaber der tatsächlichen Gewalt sind verpflichtet, Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen zu treffen. Vorsorgemaßnahmen bei räumlich oder zeitlich weitreichenden Auswirkungen einer Nutzung.
Praxis: Keine unnötige Verdichtung des Unterbodens durch schweres Gerät. Schutz der Bodenstruktur bei laufenden Arbeiten (Lastverteilungsplatten, Baustraßen).
§ 12 BBodSchG
Auf- und Einbringen von Materialien
Materialien dürfen auf oder in den Boden nur eingebracht werden, wenn die Schadstoffgehalte die Vorsorgewerte nach BBodSchV Anhang 2 nicht überschreiten. Detailregelungen in BBodSchV §§ 6–8 und seit 2023 in der ErsatzbaustoffV.
📋 BBodSchV §§ 6–8 – Auf- und Einbringen von Bodenmaterial
§ 6 BBodSchV
Anforderungen bei Verdacht schädlicher Bodenveränderungen – Untersuchungs- und Bewertungspflichten
§ 7 BBodSchV
Anforderungen an das Aufbringen auf die durchwurzelbare Bodenschicht – Schadstoffgrenzwerte, Eignung des Materials
§ 8 BBodSchV
Anforderungen an das Einbringen unterhalb der durchwurzelbaren Bodenschicht (Untergrund, Baugruben) – strengere Anforderungen bei Grundwassernähe
🏢 Behördliche Zuständigkeit
Vollzug des BBodSchG durch die Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt oder kreisfreie Stadt). In Bayern: Ergänzt durch BayBodSchVwV (Vollzugshilfe).
Bei konkretem Altlastverdacht oder Fund von Kontaminationen auf der Baustelle: Unverzüglich an das Landratsamt / die untere Bodenschutzbehörde melden. Ggf. Baustopp und Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

Belastetes Bodenmaterial

Vorgehen bei Verdacht auf Kontamination – rechtliche Pflichten, Analytik, Entsorgungswege.

🚨 Verdacht auf Kontamination – Sofortmaßnahmen
🛑
Arbeiten sofort einstellen
Keine weitere Vermischung von belastetem mit unbelastetem Material. Betroffenen Bereich absperren und sichern. Keine Entsorgung ohne Freigabe.
📝
Bedenken anmelden (§ 4 Abs. 3 VOB/B)
Schriftliche Bedenkenanzeige an AG. Inhalt: Art und Umfang der Abweichung, Zeitpunkt des Fundes, eigene Maßnahmen. Keine mündliche Anzeige ausreichend.
🏛
Behörde informieren
Bei konkretem Altlastverdacht → Untere Bodenschutzbehörde (Landratsamt) unverzüglich informieren. AG ist verpflichtet; AN ggf. subsidiär.
🧪
Probenahme und Analytik
Rasterförmige Beprobung. Standardparameter: PAK, Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), BTEX, Schwermetalle (Pb, Cd, Cu, Zn, Ni, As, Hg, Cr). Bei Bedarf: LHKW, PCB, Asbestfasern (Altgebäude).
📋
Entsorgungsweg festlegen
Nach Analysergebnis: Zuordnung zu ErsatzbaustoffV-Klasse (BM-F2/F3) oder Deponieklasse. Entsorgungsnachweis gem. NachweisVO. Transportgenehmigung bei gefährlichen Abfällen.
🔬 Typische Schadstoffe und Grenzwerte (Orientierung)
SchadstoffQuellePrüfwert BBodSchV (Nutzung Wohnen)
PAK (EPA)Teer, Bitumen, Altgas2 mg/kg TS (Maßnahmenwert)
MKW (Mineralöl)Tankstellen, Werkstätten500 mg/kg TS (Prüfwert)
Blei (Pb)Farben, Munition, Akkus400 mg/kg TS (Prüfwert)
Arsen (As)Pestizide, Verhüttung25 mg/kg TS (Prüfwert)
Cadmium (Cd)Zink-Verarbeitung, Dünger2 mg/kg TS (Prüfwert)
Nickel (Ni)Metall-Industrie70 mg/kg TS (Prüfwert)
LHKWReinigungsmittel, Entfetter10 µg/l (Grundwasser-PW)
AsbestAltbaustoffe, AbbruchNulltoleranz, AVV 17 06 05*
Werte aus BBodSchV Anhang 2 (Prüfwerte). Für Einbauklassen nach ErsatzbaustoffV gelten separate, oft strengere Zuordnungswerte. Immer aktuelle Fassung und ggf. Landesregelung prüfen.

Checkliste für Bauleiter

Vollständige Prüfliste für Erdarbeiten – vor, während und nach der Ausführung. Alle Punkte können abgehakt werden.

📋 Vor Beginn der Erdarbeiten
  • ✓Geotechnischer Bericht liegt vor und wurde ausgewertet (Homogenbereiche, Kennwerte, GK)DIN 4020 / 18300
  • ✓Homogenbereiche in Leistungsbeschreibung vollständig beschrieben (alle Pflicht-Kennwerte mit Bandbreiten)DIN 18300 §0
  • ✓Altlastenkataster / Altlastenverdacht geprüft (Erkundung, Vornutzung des Grundstücks)BBodSchG §4
  • ✓Bodenmaterial-Voruntersuchung vorhanden (bei Altlastverdacht oder Einbau von Fremdmaterial)BBodSchV §6 / ErsatzbaustoffV
  • ✓Leitungsauskünfte eingeholt (Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation) – Leitungsplan vorhandenDVGW / DGUV V9
  • ✓Gemeinsame Begehung AG + AN vor Arbeitsbeginn durchgeführt und protokolliertDIN 18300 §3.2.1
  • ✓Schutzmaßnahmen für Bäume und Pflanzenbestände festgelegt (Baumschutz nach DIN 18920)DIN 18920
  • ✓Ablagerungs- und Zwischenlagerflächen für Oberboden und Bodenaushub definiert (getrennt nach Qualitäten)BBodSchG §7
  • ✓Entsorgungskonzept für belastetes Bodenmaterial vorbereitet (ggf. Behördengenehmigung eingeholt)KrWG / DepV
  • ✓Verdichtungsanforderungen aus LV in Ausführungsplanung übertragen (Ev2-Werte, DPr-Werte)ZTV E-StB / DIN 18300
  • ✓Wasserhaltungskonzept vorhanden (wenn GWS erreichbar oder wasserführende Schichten bekannt)DIN 18305
⚙️ Während der Ausführung
  • ✓Oberboden separat abgetragen, fachgerecht gelagert (max. 2 m Höhe, keine Verdichtung)DIN 18915
  • ✓Tatsächlicher Boden mit Homogenbereich-Beschreibung verglichen – Abweichungen gemeldetDIN 18300 §3 / VOB/B §4.3
  • ✓Bei unerwarteter Kontamination (Geruch, Verfärbung): Arbeiten gestoppt, Bedenken erhoben, Behörde informiertBBodSchG §4 / VOB/B §4.3
  • ✓Bodenmaterial nach Qualitäten getrennt gelagert (unbelastet / bedingt belastet / belastet)KrWG / ErsatzbaustoffV
  • ✓Einbau in Lagen (Lagendicke lt. Ausführungsplanung), kein Einbau bei FrostDIN 18300 §3
  • ✓Verdichtungsnachweis je Lage / Abschnitt – Plattendruckversuch dokumentiertDIN 18134
  • ✓Schutz des freigelegten Planums vor Weichwerden (keine Befahrung bei Nässe ohne Lastverteilung)DIN 18300 §3
  • ✓Wassergehalt des Einbaumaterials kontrolliert (ggf. Auftrocknung oder Zumischen trockener Böden)DIN 18127 / DIN 18300
  • ✓Lieferscheine und Wiegenachweise für abtransportiertes Bodenmaterial vollständig gesammeltNachweisVO / KrWG
  • ✓Bautagebuch geführt: tägliche Erdmassen, Bodenzustände, besondere VorkommnisseVOB/B §14
  • ✓Grundwasserstand beobachtet und mit Annahmen aus Baugrund-Gutachten verglichenDIN 4020
✅ Abschluss & Dokumentation
  • ✓Alle Plattendruckversuch-Protokolle (Ev2, Ev2/Ev1) vorhanden und abgelegtDIN 18134
  • ✓Oberboden auf Rekultivierungsflächen nach DIN 18915 fachgerecht wiederhergestelltDIN 18915 / DIN 18916
  • ✓Entsorgungsnachweise für belastetes Material vollständig (Verwiegung + Empfangsbestätigung der Deponie/Aufbereiter)NachweisVO
  • ✓Mengendokumentation Einbau/Aushub für Abrechnung nach DIN 18300 §5 abgeschlossenDIN 18300 §5
  • ✓Änderungen gegenüber Homogenbereich-Beschreibung mit AG abgestimmt und dokumentiert (Nachtrag)VOB/B §2
  • ✓Schutzmaßnahmen für Pflanzen und Bäume rückgebaut, Schäden dokumentiertDIN 18920
  • ✓Alle Unterlagen für Abnahme zusammengestellt (Verdichtungsprotokolle, Analysen, Lieferscheine, Bautagebuch)VOB/B §12

StLB-Ausschreibungstexte

Muster-Leistungstexte nach StLB-Bau LB 002 Erdarbeiten – orientiert an DIN 18300:2019. Texte zum Kopieren aufklappen.

002.001 Baugrubenaushub – Homogenbereich EA 1 m³ ▼

Lösen, Laden und Abtransportieren von Boden der angegebenen Homogenbereiche für die Herstellung einer Baugrube.

Position: 002.001
Leistung: Baugrubenaushub
Einheit:  m³ (nach Aushubplan, Übermessungsregel DIN 18300 §5)

Boden/Fels:         Homogenbereich EA 1
Bodengruppe (DIN 18196): ___ (z. B. SU / GU / TL)
Zustandsform:       ___ (z. B. steif / halbfest)
Wassergehalt:       w = ___–___  %
Plastizitätsindex:  IP = ___–___  % (bindige Böden)
Lagerungsdichte:    D = ___–___  (nichtbindige Böden)
Anteil Steine:      ___–___  %  (> 63 mm)
Geotechn. Kategorie: GK ___

Aushubtiefe:        bis UK Sohle, ca. ___  m u. GOK
Arbeitsraum:        gemäß Planung / lt. Zeichnung Nr. ___
Grundwasser:        ☐ oberhalb Aushubsohle  ☐ nicht erwartet

Bodenmaterial:
  ☐ auf Baustelle zwischenlagern (Wiedereinbau lt. Pos. ___)
  ☐ abtransportieren zu:  ____________
  ☐ Entsorgungsnachweis nach NachweisVO beizubringen

Nebenleistungen: Absicherung Aushubkante, Böschungswinkel gem.
Berechnung, Überpumpen bei Grundwasserzutritt bis 0,1 l/s.

Nicht enthalten: Wasserhaltung > 0,1 l/s (Pos. ___),
Verbauarbeiten (Pos. ___), Entsorgung belasteter Böden (Pos. ___).
002.002 Leitungsgrabenaushub – Homogenbereich EA 1 m³ ▼
Position: 002.002
Leistung: Leitungsgrabenaushub
Einheit:  m³ (Breite × Tiefe × Länge, lt. DIN 18300 §5)

Boden/Fels:         Homogenbereich EA 1
Bodengruppe:        ___ (DIN 18196)
Grabenbreite:       ___ cm (Lichte Weite)
Grabentiefe:        ca. ___  m u. GOK

Sohle: sauber und eben herstellen, Unterschreitung der
Planumstiefe um > 5 cm ist unzulässig (ggf. Nachtrag).

Aushubmaterial:
  ☐ für Wiedereinbau Leitungszone zwischenlagern
  ☐ abfahren (lt. Pos. ___)

Grabensicherung: Böschung oder Verbau gem. UVV.
Verbau nicht enthalten (Pos. ___).

Einheit: m³, Übermessungsregel nach DIN 18300 §5.2.
002.003 Aushub Mehrere Homogenbereiche m³ ▼
Position: 002.003
Leistung: Baugrubenaushub – Mehrhomogenbereich
Einheit:  m³ je Homogenbereich (separate Positionen!)

Hinweis Ausschreibung:
Für jeden Homogenbereich ist eine eigene Aushubposition
zu bilden. Beispiel für 2 Homogenbereiche:

Homogenbereich EA 1 (Oberboden / Auffüllung)
  Tiefe: 0,0 – 0,5 m u. GOK
  Bodengruppe: OU / V
  → Separate Zwischenlagerung und Entsorgung

Homogenbereich EA 2 (Gewachsener Boden)
  Tiefe: 0,5 – 4,0 m u. GOK
  Bodengruppe: GU / SU
  Wassergehalt: w = 8–18 %
  → Wiedereinbau oder Abtransport lt. Pos. ___

Hinweis: Grenzen zwischen Homogenbereichen sind im
Aufmaß zu belegen. Bei Abweichungen → Bedenken-
anzeige + Nachtrag nach VOB/B §2.
002.010 Bodenmaterial einbauen und verdichten m³ ▼
Position: 002.010
Leistung: Einbauen und Verdichten von Bodenmaterial
Einheit:  m³ (eingebaut, gerüttelt)

Material:           Bodenmaterial aus Pos. 002.001
                    oder angeliefertes Material (Pos. ___)
Bodengruppe:        ___  (DIN 18196)
Einbaubereich:      ☐ Hinterfüllung Bauwerk
                    ☐ Leitungszone
                    ☐ Planum / Erdbauwerk

Lagendicke (locker): max. ___  cm
Verdichtungsgerät:   Wahl des AN (Unternehmerrisiko)
Verdichtungsgrad:    ≥ ___ % DPr  (nach DIN 18127)
                     oder Ev2 ≥ ___  MN/m²

Verdichtungsnachweis: Plattendruckversuch DIN 18134
  ☐ Je Schicht und Abschnitt (ca. alle 200 m²)
  ☐ Protokolle dem AG zu übergeben

Nicht enthalten: Proctor-Versuch (Pos. ___),
Wassergehaltskontrolle (Pos. ___).
002.011 Plattendruckversuch – Verdichtungsnachweis Stk ▼
Position: 002.011
Leistung: Plattendruckversuch zum Verdichtungsnachweis
Einheit:  Stück (je Versuch)

Verfahren:          Statischer Plattendruckversuch nach DIN 18134
Nachweisführung:    Ev2 und Ev2/Ev1-Verhältnis

Anforderungen:
  Ev2     ≥ ___  MN/m²  (lt. LV / Planer)
  Ev2/Ev1 ≤ 2,2  (Verdichtungsnachweis)

Protokollinhalt: Datum, Ort, Schicht/Lage,
Messwerte Ev1/Ev2/Ev2:Ev1, Gerätenummer,
Unterschrift Prüfingenieur.

Einheitspreise je Versuch inkl. An-/Abfahrt,
Protokollerstellung und Übergabe an AG.
002.020 Oberboden (Mutterboden) abtragen und lagern m³ ▼
Position: 002.020
Leistung: Oberboden abtragen, zwischenlagern, rückeinbauen
Einheit:  m³

Abtragstiefe: ca. ___  cm (Humusschicht, vor Ort abstimmen)
Lagerung: Mieten max. 2,0 m Höhe, keine Überfahrung.
Keine Vermischung mit Unterboden.
Lagerort: lt. Baustelleneinrichtungsplan.

Rückeinbau (Rekultivierung): nach Fertigstellung lt. Pos. ___
  Schichtdicke min. ___  cm
  Feinplanie und Ansaaten: Pos. ___

Norm: DIN 18915, DIN 18300

Einheit: m³ abgefahren / m³ eingebaut (je nach Vereinbarung).
Setzungen und Lockerungsmaß nicht enthaltener Nachtrag.
002.030 Abtransport und Entsorgung – unbelastetes Bodenmaterial m³ ▼
Position: 002.030
Leistung: Abtransport und Entsorgung Bodenmaterial (BM-0)
Einheit:  m³  (gewogen oder berechnet)

Klassifizierung:    ErsatzbaustoffV Klasse BM-0
                    (Analyseergebnis liegt vor / ist beizubringen)

Verwertungsweg:
  ☐ Deponie DK 0: ___________________  (Entfernung ca. ___ km)
  ☐ Bodenbörse / Rekultivierungsmaßnahme
  ☐ Verwertung beim AG (Pos. ___)

Enthaltene Leistungen: Laden, Transport, Kippen,
Wiegenachweise, Lieferscheine (3-fach).

Entsorgungsnachweis: Empfangsbestätigung der Entsorgungs-
anlage dem AG zu übergeben.

Einheit: t (nach Wiegekarte) oder m³ (nach Aufmaß × Wichte).
002.031 Entsorgung – belastetes Bodenmaterial (BM-F2/F3) t ▼
Position: 002.031
Leistung: Transport und Entsorgung kontaminierten Bodenmaterials
Einheit:  t (Wiegekarte Entsorgungsanlage)

Klassifizierung:  ErsatzbaustoffV BM-F2 / BM-F3
                  (Analysebericht Nr. ___ liegt vor)

Schadstoffparameter lt. Analyse:
  PAK: ___  mg/kg TS
  MKW: ___  mg/kg TS
  Schwermetalle: ___
  Sonstige: ___

Entsorgungsanlage: ___________________  (Deponie DK ___ / Aufbereiter)
Abfalleinstufung (AVV): ___________

Enthaltene Leistungen: Laden, Abdecken, Transport,
Übergabe an zugelassene Entsorgungsanlage,
Entsorgungsnachweis nach NachweisVO.

Nicht enthalten: Probenahme und Analytik (Pos. ___),
Sonderbehandlung (thermisch/chemisch-physikalisch) (Pos. ___).
002.040 Bodenverbesserung mit Kalk / Zement m³ ▼
Position: 002.040
Leistung: Bodenverbesserung durch Zugabe von Bindemittel
Einheit:  m³ (behandelter Boden, eingebaut)

Besondere Leistung nach DIN 18300 Abschn. 4.2.19.

Bodenmaterial:    Homogenbereich EA ___
                  Bodengruppe: ___ (z. B. TL / TM)
Ausgangswassergehalt: w = ___ %

Bindemittel:
  ☐ Branntkalk (CaO): ___ kg/m³
  ☐ Hydraulischer Kalk (z. B. NHL): ___ kg/m³
  ☐ Zement: ___ kg/m³
  ☐ Kombinationsmittel: ___

Einbindetiefe / Lagendicke: ___ cm
Einmischverfahren: ☐ Fräsen in-situ  ☐ Zentralmischer
Wartezeit vor Verdichtung: ___ h (Reaktionszeit)
Verdichtungsanforderung nach Behandlung: Ev2 ≥ ___ MN/m²

Eignungsversuch vorab: ☐ ja  ☐ nein
Bindemittelplan beizubringen: ☐ ja
002.041 Boden- und Aushubprobenahme / Analytik Psch / Pos ▼
Position: 002.041
Leistung: Probenahme und chemische Analyse von Bodenmaterial
Einheit:  Pauschale je Beprobungsraster oder Einzelprobe

Besondere Leistung DIN 18300 / ErsatzbaustoffV.

Probenahmeraster: ca. ___ m × ___ m (oder Mischproben
  je ___ m³ Aushubmenge)

Analyseparameter (Standard):
  PAK (EPA 16), MKW (KW-Index), BTEX, Schwermetalle
  (As, Pb, Cd, Cr, Cu, Ni, Hg, Zn), pH-Wert, EOX

Erweiterte Parameter bei Verdacht:
  ☐ LHKW (chlorierte KW)
  ☐ PCB
  ☐ Dioxine / Furane
  ☐ Asbest (Faseranalytik)

Leistung: Probenahme durch akkreditiertes Labor,
Transport, Analyse, Ergebnisbericht mit Bewertung
nach ErsatzbaustoffV / LAGA M 20 / BBodSchV.
002.042 Bedenkenanzeige – Mustertext – ▼
BEDENKENANZEIGE nach § 4 Abs. 3 VOB/B
(Vorlage – an projektspezifische Angaben anpassen)

An: _______________________ (Auftraggeber / Bauleitung)
Von: ______________________ (Auftragnehmer / Bauleiter)
Datum: ____________________
Bauvorhaben: ______________
Baustelle: ________________

Betreff: Bedenkenanzeige – Abweichung der Bodenverhältnisse
         von der Baubeschreibung / unerwartet belastetes Material

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 4 Abs. 3 VOB/B zeigen wir folgende Bedenken an:

1. Feststellung:
   Am ___________, ca. _______ Uhr, Bereich ___________,
   Tiefe _______ m u. GOK wurde festgestellt:
   [ ] Abweichung Homogenbereich: Tatsächlich vorgefundene
       Bodengruppe _______ weicht von Angabe _______ ab.
   [ ] Unerwarteter Grundwasserandrang (GW bei ______ m u. GOK)
   [ ] Verdacht auf Kontamination (Geruch / Verfärbung / ______)
   [ ] Sonstiges: _________________________________________

2. Maßnahmen:
   Arbeiten in dem betroffenen Bereich wurden eingestellt.
   Das Material wurde gesondert gelagert.
   [ ] Behörde (Landratsamt ______) wurde informiert (Datum: ___)

3. Folgen / geforderte Entscheidung:
   Wir bitten um Ihre Weisung bis zum ___________ bezüglich:
   [ ] Freigabe für weiteren Aushub nach Analyse
   [ ] Beauftragung Analytik (Pos. ___)
   [ ] Sonstiges: _____________________________________

Wir behalten uns vor, durch diese Behinderung entstandene
Mehrkosten nach § 2 Abs. 5/6 VOB/B geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen,
______________________
(Bauleiter / AN)

Prozessablauf Erdarbeiten

Schematischer Ablauf von der Planung bis zum Abschluss – mit Normenbezug für jeden Schritt.

🔄 Vollständiger Prozessablauf
📍
1. Planung – Baugrunderkundung
Geotechnische Untersuchung nach DIN 4020 · Einstufung in GK 1–3 · Erstellung Geotechnischer Bericht mit Homogenbereichen und Bodenkennwerten (DIN 18196, DIN EN ISO 14688) · Altlastenrecherche (BBodSchG §4)
📝
2. Ausschreibung
Leistungsbeschreibung nach StLB-Bau LB 002 · Homogenbereiche mit allen Pflicht-Kennwerten · Besondere Leistungen separat ausweisen · Entsorgungskonzept und Analytik als eigene Positionen
🤝
3. Vorbereitung Bauausführung
Gemeinsame Begehung AG + AN (DIN 18300 §3.2.1) · Leitungsauskünfte · Baustelleneinrichtung (Lagerflächen Bodenmaterial, getrennt nach Qualitäten) · Abstimmung Verdichtungsnachweis-Protokoll
🌿
4. Oberboden abtragen
DIN 18915 · Separate Lagerung (max. 2 m Höhe, keine Verdichtung) · Keine Vermischung mit Unterboden · Dokumentation Abtragstiefe
⛏
5. Erdarbeiten – Lösen und Aushub
Gerätewahl AN (Unternehmerrisiko) · Beobachtung und Vergleich mit Homogenbereich-Angaben · Bei Abweichung sofort Bedenken (§4.3 VOB/B) · Getrennte Lagerung belastet / unbelastet · Bautagebuch
🧪
6. Bodenmaterial-Klassifizierung (wenn erforderlich)
Probenahme nach ErsatzbaustoffV / LAGA M 20 · Bestimmung Einbauklasse BM-0 bis BM-F3 · Bei Kontaminationsverdacht: Erweitertes Parameterpaket · Entsorgungsweg festlegen
🏗
7. Einbau und Verdichtung
Einbau in Lagen · Verdichtungsnachweis je Lage (DIN 18134, Ev2) · Keine Ausführung bei Frost · Kontrolle Wassergehalt · Protokollierung
♻️
8. Entsorgung / Verwertung
Unbelastetes Material: Bodenbörse / Deponie DK 0 / Wiedereinbau · Belastetes Material: Deponie DK I–III / Aufbereitungsanlage · Nachweis gemäß NachweisVO · Wiegekarten sichern
🌱
9. Rekultivierung / Oberboden-Rückbau
Oberboden nach DIN 18915 rückeinbauen · Vegetationsaufbau nach DIN 18916 · Baumschutzmaßnahmen rückbauen (DIN 18920) · Feinplanie
✅
10. Dokumentation & Abnahme
Vollständige Unterlagen: Verdichtungsprotokolle, Analyseergebnisse, Lieferscheine, Entsorgungsnachweise, Aufmaß · Abrechnung nach DIN 18300 §5 · Abnahme VOB/B §12

Kubatur & 3D-Böschung

Fläche der Baugrube direkt auf dem Plan nachzeichnen, Höhen je Eckpunkt und Böschung je Kante festlegen – daraus ergibt sich automatisch eine zusammenhängende Baugrube mit Kubatur und 3D-Modell. Alles direkt im Plan bearbeitbar, auch im Vollbild.

🖼 Plan digitalisieren 2D

Plan als PDF, DXF oder Bild laden und die Fläche der Baugrube direkt darauf nachzeichnen. Mit den Werkzeugen unten je Eckpunkt die Geländehöhe setzen und je Kante die Böschung an-/ausschalten – alternativ Punkte unten manuell in der Tabelle eingeben.

Ein Klick wählt den Bereich aus (nur der aktive Bereich wird auf dem Plan bearbeitet), Doppelklick benennt ihn um. Jeder Bereich hat eigene Punkte, Zielhöhe und Böschungsneigung; die 3D-Ansicht und die Volumensumme zeigen alle Bereiche zusammen.
DWG wird nicht direkt unterstützt (geschlossenes Autodesk-Format ohne freien Browser-Parser). Bitte im CAD-Programm oder mit einem kostenlosen Tool (z. B. LibreCAD, BricsCAD, ODA-Konverter) als DXF exportieren – oder als PDF/Bild bereitstellen.
Kante = Böschung (geneigt) Kante = senkrechte Wand / Verbau 🔍 Mausrad zoomt jederzeit · mittlere Maustaste oder Werkzeug „Verschieben" verschiebt den Plan
Plan laden oder direkt in die Zeichenfläche klicken, um Eckpunkte der Baugrube/des Damms hinzuzufügen (im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn). Vorhandene Punkte lassen sich per Ziehen verschieben.
📋 Punkte (Lage & Geländehöhe) – aktiver Bereich
#X [m]Y [m]Z Gelände [m]Böschung zum nächsten Punkt
Die Checkbox „geböscht" gilt für die Kante von diesem Punkt zum nächsten. Abgehakt = Böschung mit der eingestellten Neigung; nicht abgehakt = senkrechte Wand ohne Versatz (z. B. an Verbau, Bestandswand oder Grundstücksgrenze).
⚙️ Parameter
1 : 1.50 34°
Richtwerte Böschungswinkel ohne rechnerischen Standsicherheitsnachweis (DIN 4124): Fels ca. 80°, steifer/halbfester bindiger Boden ca. 60° (≈ 1 : 0,6), nicht bindiger oder weicher bindiger Boden ≤ 45° (≈ 1 : 1). Verbindlich sind stets Baugrundgutachten und Standsicherheitsnachweis.
📊 Ergebnis Kubatur – aktiver Bereich
Noch keine gültige Fläche – mindestens 3 Punkte eingeben.
Berechnung nach Pyramidenstumpf-Formel: V = h/3 · (ASohle + AKante + √(ASohle · AKante)). Die Geländekante ergibt sich aus dem Sohlpolygon, das je Punkt um (Tiefe × Neigung) nach außen versetzt wird – ungleichmäßiges Gelände und einzeln abgeschaltete Böschungsseiten werden dabei je Kante berücksichtigt.
🧊 3D-Ansicht – alle Bereiche
Ziehen = drehen · Mausrad = zoomen
Sohle / Krone (Zielhöhe) Böschung Geländeanschluss (vereinfacht)