Normen gesamt
5
Ausschreibungstexte
12
Checklisten-Punkte
28
Prüfverfahren
3
Normenüberblick
Norm Titel (kurz) Anwendungsbereich Status
DIN EN 752:2017 Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden Kanalisation, Planung, Bemessung Gültig
DIN EN 1610:2015 Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen Bettung, Verfüllung, Dichtheitsprüfung Gültig
DIN 1986-100:2016 Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke Hausanschluss, Grundleitung, Schacht Gültig
DIN EN 12056:2001 Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb Gebäude Dachentwässerung, Rohrdimensionierung Gültig
DIN EN 124:2015 Aufsätze und Abdeckungen für Verkehrsflächen Schachtdeckel, Belastungsklassen Gültig
Planungsablauf Entwässerung
01
Bestandsaufnahme / Hydrologisches Konzept
›
02
Bemessung Kanal/Leitung (DIN EN 752)
›
03
Innere Entwässerung (DIN EN 12056)
›
04
Grundstücksentwässerung (DIN 1986)
›
05
Verlegung & Prüfung (DIN EN 1610)
›
06
Aufsätze / Schachtdeckel (DIN EN 124)
›
07
Abnahme & Dokumentation
Anwendungsbereich

DIN EN 752 gilt für Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden, die häusliches Schmutzwasser, Regenwasser und Mischwasser ableiten. Sie regelt Planung, Bau, Betrieb und Sanierung – von der Grundstücksgrenze bis zum Vorfluter.

Systemarten
SystemBeschreibungAnwendung
TrennkanalSchmutz- und Regenwasser in getrennten LeitungenNeubaugebiete, Industriegebiete
MischkanalSchmutz- und Regenwasser gemeinsamAltbestand, Sanierungsgebiete
RegenwasserkanalNur Niederschlagswasser (RW)Versickerung, Retention
Überflutungsschutz – Jährlichkeiten
Lage / NutzungÜberflutungshäufigkeit TSchutzniveau
Ländliche Gebiete, FelderT = 1 JahrGering
WohngebieteT = 2 JahreStandard
Stadtzentren, Wohngebiete mit KellerT = 5 JahreErhöht
Unterführungen, TiefgaragenT = 10 JahreHoch
Tunnel, Unterführungen BahnenT = 50 JahreSehr hoch
Planungsgrundlagen
Hydraulische Bemessung ›

Bemessung nach dem Bemessungsregen (KOSTRA-DWD). Maßgebende Parameter:

  • r(D,T) – Regenspende [l/(s·ha)] für Regendauer D und Jährlichkeit T
  • Abflussbeiwert ψ (versiegelte Flächen: 0,9; Grünflächen: 0,1–0,3)
  • Mindestfließgeschwindigkeit: vmin ≥ 0,6 m/s (Selbstreinigung)
  • Maximale Rohrfüllung: 70 % des Rohrquerschnitts bei Bemessungsregen
Mindestgefälle nach Rohrdurchmesser ›
DNMindestgefälleEmpfehlung
DN 1001,5 %2 %
DN 1501,0 %1,5 %
DN 2000,5 %1,0 %
DN 3000,33 %0,5 %
DN 4000,25 %0,33 %
DN ≥ 500Hydraulischer Nachweis—
Schachtabstände & Mindestüberdeckung ›
  • Schachtabstände: max. 50 m (begehbar) / max. 60 m (inspizierbar DN ≥ 300)
  • Mindestüberdeckung Fahrbahn: 1,0 m (mit Betondecke) / 0,8 m (Schutzplatte)
  • Mindestüberdeckung Grünfläche: 0,6 m
  • Frosttiefe Bayern: in der Regel 0,8 m (Ø), lokal bis 1,0 m
Bettungsarten
BettungsklasseBettungsmaterialEinbaubereich
Klasse D Geformte Bettung ohne seitliche Stützung (Sand, geringwertig) Nur bei ausreichend tragfähigem Untergrund
Klasse F Geformte Bettung mit seitlicher Stützung (Einbaumaterial verdichtet) Standardfall im Tiefbau
Klasse B Ausgehobenes Material (gesiebt, ohne Steine > 22 mm) Nur mit Nachweis
Einbauvorschriften
Grabenbreite & Rohrzone ›
  • Mindestgrabenbr. = DN + 2 × 0,20 m (bei DN ≤ 200); mind. 0,60 m
  • Rohrauflager: Bettung mind. 10 cm unter Rohrschaft
  • Seitliche Verdichtung: lagenweise in max. 15 cm Lagen
  • Bis Scheitel + 15 cm: verdichtet auf DPr ≥ 97 % (Hauptverdichtzone)
  • Verfüllzone darüber: DPr ≥ 97 % (unter Verkehrsflächen), ≥ 95 % sonst
Verbindungen & Rohrwerkstoffe ›
WerkstoffVerbindungsartAnwendungsbereich
PVC-U / PPSteckmuffe mit GummidichtringHausanschluss, Grundleitungen
Beton / StahlbetonMuffenverbindung mit GummidichtringKanalisation ab DN 300
GFKLaminatverbindung / MuffenverbindungSonderbauwerke, aggressive Medien
Duktiles GusseisenTyton-VerbindungDruckleitungen, Unterquerungen
SteinzeugSteckmuffeSchmutzwasser, Bestand
Dichtheitsprüfung – Wasserprüfung (Verfahren W) ›
  • Prüfdruck: 0,5 m Wassersäule über Scheitelpunkt höchsten Rohres
  • Vorläufige Prüfphase: 30 Minuten (Sättigung)
  • Prüfphase: 30 Minuten
  • Zulässiger Wasserverlust: 0,15 l/m² benetzter Fläche für Rohre; 0,20 l/m² für Schächte
  • Alternativ: Luftprüfung Verfahren LA / LB / LC (geringere Drücke)
Dichtheitsprüfung – Luftprüfung (Verfahren L) ›
VerfahrenAnfangsdruckEnddruckPrüfzeit
LA10 mbar≥ 9 mbar5 min
LB50 mbar≥ 45 mbar5 min
LC100 mbar≥ 90 mbar5 min
LD200 mbar≥ 180 mbar5 min

Verfahren LA und LB bei nicht druckbeaufschlagten Leitungen DN 100–600; LB Standard im Wohnungsbau.

Leitungsarten auf dem Grundstück
BezeichnungLageMindest-DN
GrundleitungIm Erdreich unter/um das GebäudeDN 100 (Schmutz), DN 100 (Regen)
AnschlussleitungGebäude bis GrundstücksgrenzeDN 100
KontrollschachtAn der GrundstücksgrenzeDN 400 (Revisionsschacht)
SammelleitungMehrere Anschlüsse bündelndDN 150
RegenwasserleitungDach → Erdreich/KanalDN 100 (Fallleitung)
Rückstausicherung
Rückstauebene & Schutzmassnahmen

Als Rückstauebene gilt i. d. R. die Straßenoberkante (SOK) oder die festgelegte Rückstauebene lt. Kanal­netz­betreiber.


EntwässerungsobjektLage zu RückstauebeneMaßnahme
Bodenablauf, WC, Dusche im KellerUnterhalb RückstauebeneRückstauverschluss / Hebeanlage
Waschmaschinenanschluss KellerUnterhalb RückstauebeneHebeanlage (DIN EN 12056-4)
Bodenablauf EGÜber RückstauebeneKein Schutz nötig
Lichtschacht-AblaufUnterhalb SOKRückstauverschluss mit Notüberlauf
Schächte & Revisionsöffnungen
Revisionsschacht (Kontrollschacht) ›
  • Anordnung: an der Grundstücksgrenze (Übergabepunkt an öffentlichen Kanal)
  • Mindestgröße: DN 400 (Fertigteilschacht) oder 600×600 mm (Mauerwerk)
  • Schachttiefe ≤ 1,0 m: Schachtring DN 400 möglich
  • Schachttiefe > 1,0 m: Begehbarkeit prüfen → DN ≥ 600 mm
  • Anfahrschutz bei Verkehrslast: Schachtring mit Aufstockring + belastbarer Abdeckung nach DIN EN 124
Mindestanforderungen Grundleitungsverlegung ›
  • Werkstoff: PVC-U KG², PP oder Steinzeug nach DIN EN 295
  • Minimalgefälle unter dem Gebäude: 1 % (Schmutzwasser), 0,5 % (Regenwasser)
  • Überdeckung unter Bodenplatte: mind. 0,5 m Sandbettung
  • Durchführung durch Fundament/Bodenplatte: Manschettendurchführung mit Formstück zur Entkoppelung
  • Reinigungsöffnung: max. 20 m Leitungsabstand
Systemarten (Schmutzwasser)
SystemMerkmalFüllung Fallleitung
IEinzelanschlüsse, jede Leitung belüftet1/2 Querschnitt
IISammelanschlüsse, Hauptlüftungsleitung1/2 Querschnitt
IIISammelanschlüsse, reduzierte Lüftung2/3 Querschnitt
IVDruckentwässerung (Sonderfall)voll
Dachentwässerung (Teil 3)
Bemessung Regenfallleitungen ›

Berechnungsregenspende r = 0,03 l/(s·m²) für Bayern als Mindestwert; nach KOSTRA-Daten lokal anpassen.


Entwässerungsfläche AEMindest-Nenngröße DNAnzahl Abläufe (Empf.)
bis 150 m²DN 1001
150–300 m²DN 1251–2
300–600 m²DN 1502
600–1000 m²DN 2002–3
> 1000 m²Hydraulischer Nachweis≥ 3
Notentwässerung (Überlauf) ›
  • Pflicht bei Flachdach und eingeschränkter Entwässerungsmöglichkeit (DIN EN 12056-3 §6.3)
  • Notüberlauf-Oberkante: 50 mm über Ablauf-OK (Rückstauebene Dach)
  • Notüberlaufmenge: 100 % der Bemessungsregenmenge (parallel zur Normenentwässerung)
  • Freier Auslauf sichtbar, keine Sammlung in Dachentwässerungsleitung
  • Statischer Nachweis: Dachkonstruktion für 50 mm Wasseraufstau nachweisen
Druckentwässerung (Siphonic System) ›
  • Druckentwässerung nach DIN EN 12056-3 bei Großdächern > 1.000 m² üblich
  • Vorteil: kleinere Rohrdurchmesser, horizontale Sammelleitung ohne Gefälle
  • Anlauf durch Wasseraufstau am speziellen Druckablauf (kein Lufteintrag)
  • Nachweis nach Hersteller-Software (Geberit Pluvia, Wavin QuickStream o. ä.)
  • Achtung: Notentwässerung zwingend zusätzlich vorsehen
Belastungsklassen
KlasseLast [kN]EinsatzbereichTypisches Material
A 1515 kNGehwege, Fußgängerzonen, PKW-ParkplätzeGrauguss, PP, PE
B 125125 kNGehwege, Parkflächen, PKW bis 3,5 tGrauguss, Duktiles Gusseisen
C 250250 kNBordstreifen, Rinnen, Randbereiche StraßeDuktiles Gusseisen
D 400400 kNFahrbahnen, Straßen, TankstellenDuktiles Gusseisen (Standard)
E 600600 kNIndustriezufahrten, Flughäfen, SchwerlastDuktiles Gusseisen
F 900900 kNRollwege, Frachtbereiche LuftfahrtDuktiles Gusseisen, Stahl
Einbauhinweise
Einbau in Asphaltflächen ›
  • Auflagerfläche: Beton C20/25 mind. 20 cm rings um den Rahmen
  • Rahmenhöhe exakt auf Fertigoberflächenhöhe (FOH) einstellen
  • Fugendichtstoff oder Dichtband zwischen Rahmen und Asphalt
  • Bei D 400: Auflagerring aus duktilem Gusseisen (kein Kunststoff)
  • Prüfprotokoll: Lage, Klasse, Fabrikat, Datum vor Abnahme dokumentieren
Einbau in Pflasterflächen ›
  • Höhenausgleich durch verstellbare Rahmen (≤ 40 mm Hub) oder Distanzringe
  • Bettung: Drainagemörtel oder Kiesbett (kein gebundenes Bett – Setzungsausgleich)
  • Pflasterstein-Einfassung: mind. 2 Steinreihen rings um Rahmen
Rinnenaufsätze & Schlitzrinnen ›
  • Schlitzrinnen (z. B. DALLMER, ACO Drain): nach DIN EN 1433 (eigene Norm!)
  • Belastungsklasse wie DIN EN 124 (A15–F900) – Aufdruck auf Rinne prüfen
  • Innengefälle Werksrinne: i. d. R. 0,5 % (bei Längsgefälle Nullgefälle-Rinne möglich)
  • Ablaufanschluss: DN 100 seitlich oder DN 150 vertikal
Fortschritt 0 / 28
Planung & Vorbereitung
  • Entwässerungskonzept vorhanden (Trenn-/Mischsystem festgelegt)
    DIN EN 752 § 4
  • Bemessungsregen / Jährlichkeit T festgelegt (KOSTRA-Daten)
    DIN EN 752 Tab. 1
  • Rückstauebene mit Netzbetreiber abgestimmt
    DIN 1986-100 § 5.1
  • Leitungsplan / Entwässerungsatlas vorhanden
    DIN 1986-100 § 4
  • Schachtabstände max. 50 m geplant
    DIN EN 752 § 7.4
Leitungsverlegung
  • Rohrwerkstoff mit Klasse + Norm auf Lieferschein geprüft
    DIN EN 1610 § 5
  • Grabensohle verdichtet, Bettung eingebaut (Klasse F Standard)
    DIN EN 1610 § 7.1
  • Gefälle kontrolliert (Richtschnur / Laser-Gefällmessgerät)
    DIN EN 752 Tab. Mindestgefälle
  • Muffen-Verbindungen geprüft (Dichtring sitzt korrekt)
    DIN EN 1610 § 6
  • Leitungszone lagenweise verdichtet (max. 15 cm Lagen)
    DIN EN 1610 § 7.3
  • Mindestüberdeckung eingehalten (1,0 m unter Fahrbahn)
    DIN EN 752 § 7.3
  • Leitungsplan aktualisiert (As-Built)
    VOB/B § 14
Schächte & Bauwerke
  • Schächte senkrecht und fluchtend eingebaut
    DIN EN 1610 § 9
  • Gerinne im Schacht korrekt ausgeführt (Scheitelhöhe ≥ Rohrsohle)
    DIN EN 1610 § 9.4
  • Schachtabdeckung richtige Klasse nach DIN EN 124 verbaut
    DIN EN 124 Tab. 1
  • Schachtrahmen bündig mit FOH eingebaut
    DIN EN 124 § 6
  • Kontrollschacht an Grundstücksgrenze angeordnet
    DIN 1986-100 § 9
Dachentwässerung & Gebäude
  • Notentwässerung Flachdach geplant und ausgeführt
    DIN EN 12056-3 § 6.3
  • Dachabläufe DN gemäß Bemessung eingebaut
    DIN EN 12056-3 Tab.
  • Rückstausicherung für Kellerentwässerung eingebaut
    DIN 1986-100 § 5.1
  • Lüftungsleitungen über Dach geführt (keine Ausblasventile ohne Nachweis)
    DIN EN 12056-2 § 5
Dichtheitsprüfung & Abnahme
  • Dichtheitsprüfung vor Verfüllung durchgeführt (Protokoll)
    DIN EN 1610 § 10
  • Prüfprotokoll Wasserprüfung / Luftprüfung LB vorhanden
    DIN EN 1610 § 10.4
  • TV-Inspektion (Kamerabefahrung) veranlasst
    DIN EN 13508-2
  • Abnahme-Unterlagen: Bestandsplan, Prüfprotokolle, Schachtbücher übergeben
    VOB/B § 12 / § 14
Leitungsverlegung

LV-01 · Abwasserleitung PVC-U KG² DN 150 verlegen

Liefern und Einbauen von Abwasserleitung PVC-U, Rohrklasse SN 8,
Nennweite DN 150, Länge lt. Planung.
Einbettung in Sandbettung 10 cm unter Rohrsohle, seitliche
Verdichtung in Lagen ≤ 15 cm, Proctordichte D_Pr ≥ 97 %.
Einschließlich Formstücke, Verbindungselemente und Zulage
für Muffenverbindungen mit Gummidichtring nach DIN EN 1610.
Dichtheitsprüfung nach Verfahren LB vor Verfüllung inklusive.

Einheit: m

LV-02 · Betonrohr DN 300 in Grabenbettung verlegen

Liefern und Verlegen von Beton-Rohren DN 300 nach DIN V 1201,
Bettungsklasse F nach DIN EN 1610, Einbau in maschinell
verdichtetes Sandbett, Korngröße 0/8 mm.
Seitliche Verdichtung bis Scheitel + 15 cm, D_Pr ≥ 97 %.
Verbindung: Muffenverbindung mit Gummidichtung.
Dichtheitsprüfung Wasserverfahren W, Prüfprotokoll inklusive.

Einheit: m

LV-03 · Grundleitung PP DN 100 unter Gebäude verlegen

Liefern und Einbauen von Grundleitung PP, Nennweite DN 100,
unter der Bodenplatte des Gebäudes gemäß DIN 1986-100.
Einbettung in Sandbettung 50 cm, Manschettendurchführung
durch Fundamentanschluss (elastische Entkopplung).
Mindestgefälle 1,0 %, Kontrolle per Laser-Gefällmessung.
Reinigungsöffnungen max. alle 20 m.

Einheit: m
Schächte

LV-04 · Fertigteil-Revisionsschacht DN 1000 liefern und setzen

Liefern und Einbauen eines Fertigteil-Revisionsschachtes aus
Stahlbeton, Innendurchmesser DN 1000 nach DIN V 4034-1,
Schachttiefen lt. Planung.
Einschließlich Schachtsohle mit Gerinne (Betonausgleich),
Steigeisen aus nichtrostendem Stahl, Konus und Aufstockring.
Abdeckung nach gesonderter Position.
Montage auf Kiesbettung ≥ 15 cm, Verdichtung D_Pr ≥ 97 %.

Einheit: Stk

LV-05 · Kontrollschacht DN 400 an Grundstücksgrenze setzen

Liefern und Einbauen eines Kontrollschachtes (Revisionsschacht)
DN 400 aus PVC-U oder PP nach DIN 1986-100 § 9,
an der Grundstücksgrenze, Tiefe lt. Planung.
Einschließlich Teleskopaufsatz, Geruchsverschluss und
Abdeckplatte A 15 (gehweggerechte Ausführung).

Einheit: Stk
Schachtabdeckungen & Aufsätze

LV-06 · Schachtabdeckung D 400 in Fahrbahn

Liefern und Einbauen einer Schachtabdeckung aus duktilem
Gusseisen, Belastungsklasse D 400 nach DIN EN 124,
lichte Weite ≥ 600 mm, mit Auflagering.
Einbau in C 20/25 Betonaufnahmerahmen, Breite 200 mm,
bündig mit Fahrbahnoberkante (FOK).
Kennzeichnung: Aufschrift „KAM" oder „REG" eingegossen.

Einheit: Stk

LV-07 · Schlitzrinne ACO oder gleichwertig B 125 einbauen

Liefern und Einbauen von Schlitzrinnen aus Beton oder Polymer-
beton, Klasse B 125 nach DIN EN 1433, Rinnenkörper Nennweite
NW 100, inkl. Rinnengitter aus Stahl feuerverzinkt.
Innengefälle 0,5 %, Ablauf DN 100 (Seitenablauf).
Bettung in C 16/20 Magerbeton, Fugendichtstoff seitlich.
Länge lt. Leistungsverzeichnis.

Einheit: m
Dachentwässerung

LV-08 · Flachdachentwässerung Ablauf DN 100

Liefern und Einbauen von Dachabläufen für Flachdach,
DN 100, mit Klemmprofil für Dachabdichtung, Laubschutzaufsatz,
inkl. Anschlussleitung senkrecht DN 100 als Regenfall-
leitung bis Grundleitung / Außenanlage.
Ausführung nach DIN EN 12056-3, Nachweis der Entwässerungs-
fläche ≤ 150 m² je Ablauf liegt vor.

Einheit: Stk

LV-09 · Notentwässerung Flachdach (Notüberlauf)

Liefern und Einbauen von Notentwässerungsaufsätzen für
Flachdach nach DIN EN 12056-3 § 6.3.
Oberkante Notüberlauf: 50 mm über Ablauf-OK.
Freier Auslauf als Speier senkrecht durch Attika / Wanddurch-
führung, sichtbar von Außen, ohne Anbindung an Dachableitung.
Statischer Nachweis für 50 mm Wasseraufstau liegt vor.

Einheit: Stk
Rückstau & Sonderbauwerke

LV-10 · Rückstauverschluss DN 100 einbauen

Liefern und Einbauen eines Rückstauverschlusses für Schmutz-
wasser DN 100 nach DIN EN 13564, in der Hausanschlussleitung,
Einbaulage horizontal, Einbauort: Kellerbereich.
Einschließlich Zugangsklappe zur Wartung und Bedienung,
Kennzeichnung Rückstauebene mit Aufkleber.
Nachweis Fabrikat und Zulassung (DIBt) inklusive.

Einheit: Stk

LV-11 · Dichtheitsprüfung Luftverfahren LB – Abnahmeprüfung

Dichtheitsprüfung der verlegten Abwasserleitung nach
DIN EN 1610, Verfahren LB (Luftprüfung).
Anfangsdruck 50 mbar, Enddruck ≥ 45 mbar nach 5 Minuten.
Einschließlich Absperrblasen, Messprotokoll je Prüfabschnitt
mit Angabe von Haltung, Datum, Prüfer, Ergebnis.
Prüfung vor Verfüllung des Rohrgrabens.

Einheit: m

LV-12 · TV-Kamerabefahrung und Zustandsprotokoll

Kamerabefahrung der verlegten Abwasserleitungen nach
DIN EN 13508-2 (ISYBAU-Format) mit Videodokumentation
und Schadensklassifizierung.
Einschließlich digitalem Kamera-Bericht (PDF + Video-Datei),
Lageplan der befahrenen Haltungen, Übergabe an Auftraggeber.
Durchmesserbereich DN 100–DN 300.

Einheit: m
Verfahrenswahl
VerfahrenDruckDauerGrenzwert / KriteriumTypisch für
W – Wasser 0,5 m WS 30+30 min Verlust ≤ 0,15 l/(m² · min) Neubau DN ≥ 300, Schächte
LA – Luft 10 mbar 5 min Druck ≥ 9 mbar Kunststoff DN 100–200
LB – Luft 50 mbar 5 min Druck ≥ 45 mbar Standard-Hausanschluss
LC – Luft 100 mbar 5 min Druck ≥ 90 mbar Druckleitungen, Sonderfälle
LD – Luft 200 mbar 5 min Druck ≥ 180 mbar Druckleitungen > 1 bar Betriebsdruck
Pflichtangaben Prüfprotokoll
Protokoll-Mindestinhalt nach DIN EN 1610 § 10.5
  • Bezeichnung der Haltung / Leitung (von–bis Schacht)
  • Nennweite DN, Werkstoff, Länge der Prüfstrecke
  • Prüfverfahren (W / LA / LB / LC)
  • Anfangsdruck / Enddruck oder Wasserverlust
  • Datum und Uhrzeit der Prüfung
  • Name und Unterschrift des Prüfers
  • Ergebnis: Bestanden / Nicht bestanden
Prüfzeitpunkte
Wann muss geprüft werden?
ZeitpunktPflicht?Anmerkung
Vor Verfüllung des RohrgrabensPflichtVoraussetzung für VOB-Abnahme
Nach Fertigstellung aller AnschlüsseEmpfohlenSystemprüfung gesamt
Bei Bauabnahme (Übergabe an AG)PflichtProtokoll ist Abnahmeunterlage
TV-Befahrung nach RohbauEmpfohlenSchäden durch Baubetrieb erkennen
✓ In Zwischenablage kopiert